Ich bin am 23.08.2012 in Saalfeld geboren. Schon als Baby war ich bei Motorradrennen im In- und Ausland und anderen tempobehafteten Aktivitäten dabei. Meine Neugier kennt keine Grenzen und so habe ich viele fahrbare Untersätze ausprobiert. Gemäß dem Motto: ,,Je schneller desto besser!" und ,,Geht nicht, gibt`s nicht!" Angefangen bei Bobbycar und Laufrad, wechselte ich mit 3 Jahren auf ein Kinderquad mit Benzinmotor. Zu meinem 4. Geburtstag bekam ich eine Yamaha PW 50 auf der ich anfangs noch mit Stützrädern unterwegs war. Die wurden aber schnell überflüssig und ich sauste damit über Feldwege, Wiesen, die Urlaubsstrände und durch den Schnee. Im September 2018 gings dann zum Pocketbike Schnupperkurs des AMC - Sachsenring. Das begeisterte mich vollkommen, von da an ging es zum regelmäßigen Training nach Sachsen. Hier konnte ich mich so steigern, dass ich mir im Frühjahr 2019 mein eigenes Pocketbike verdiente und es folgten die ersten Rennteilnahmen als Gaststarter beim ADAC Pocketbike Cup und beim Sachsencup. Das Adrenalin hatte mich vollkommen im Griff. Ich hatte "Rennblut" geleckt!
2022 stand ganz im Zeichen des Aufstiegs in die Minibike-Klasse. Mit meiner MIR 110 trainierte ich auf meiner spanischen Heimrennstrecke Circuito Yepes in Casas Blancas mit meinem Trainer Dario Giuseppetti. Im April ging es in Spanien mit der Cuna de Campeones los. Ich nahm als einer der Jüngsten an 4 Renn-Wochenenden in glühender Hitze auf Rennstrecken in ganz Spanien teil. Hier lernte ich immer weiter zu kämpfen und mit "Niederlagen" umzugehen und mich durchzusetzen.
Der Fokus lag aber auf dem ADAC Minibike Cup mit meiner Ohvale 110 - hier war das Podest mein Ziel. Nach einer Saison mit Höhen und Tiefen (per Krankenwagen von der Strecke in Faßberg ins Krankenhaus Celle nach einem Highsider) reiste ich mit 1 Punkt Vorsprung zum Finale nach Templin. Am Ende von zwei nervenzerreißenden Rennen konnte ich mir jeweils knapp den Sieg und somit den Meistertitel in meinem 1. Minibike-Jahr sichern. Ein unglaubliches Gefühl mit Suchtpotential!
Ich bin zwei Jahre in der 160er-Klasse gefahren, eine Zeit, die mich als Rennfahrer extrem geprägt hat. Mein erstes Jahr war in der MiniGP Austria. Ich war motiviert bis in die Fingerspitzen, wollte unbedingt zeigen, was ich kann. Aber manchmal läuft es einfach nicht, wie man es sich vorstellt. Ich hatte viel Pech – Stürze, technische Probleme, und immer wieder Dinge, die mir einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.
Es war eine echte Herausforderung, gerade weil das Fahrerfeld unglaublich stark war. Aber ich habe nie aufgegeben. Rennen für Rennen habe ich alles gegeben, mich immer wieder zurückgekämpft. Am Ende bin ich in der Meisterschaft Vierter geworden. Vielleicht nicht das Ergebnis, das ich mir erträumt hatte, aber unter den Bedingungen war es ein Erfolg, auf den ich stolz bin.
2024 war dann mein Jahr. Alles, was ich in der Saison davor gelernt habe, konnte ich umsetzen. Ich war stärker, schneller und mental voll auf der Höhe. In Deutschland habe ich jedes Rennen angegriffen, keinen Zentimeter verschenkt – und es hat sich ausgezahlt. Ich habe alle Titel geholt und mir damit selbst bewiesen, dass harte Arbeit sich lohnt. Diese Saison hat mir nicht nur Pokale gebracht, sondern auch wichtige Erfahrungen, die ich jetzt mitnehme. Ich bin bereit für den nächsten großen Schritt in meiner Karriere.